Auschwitz 2015 - St.Josef-Gymnasium Bocholt - das Kapu

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Kapu - Schülergruppe besuchte Auschwitz

Führung der deutschen Schülergruppe im Stammlager Auschwitz IIm Rahmen des Schüleraustausches mit unserer polnischen Partnerschule, dem katholischen Gymnasium in der südschlesischen Stadt Cieszyn (dt.: Teschen), hielt sich eine Gruppe von sechs Schülerinnen und zwei Schülern des Kapu aus den Klassen 9 für einen Tag in der staatlichen Gedenkstätte Auschwitz auf. Wie für die polnischen Partnerschüler und eine weitere Klasse des polnischen Gymnasiums, die sich im Rahmen ihres Unterrichts mit der Thema befasste, gab es Führungen im Stammlager Auschwitz I und in Auschwitz – Birkenau. Zum Zeitpunkt des Besuches, Ende Februar 2015, lag die internationale Feier zum Gedenken an die Befreiung des Lagers vor 70 Jahren gerade einmal vier Wochen zurück. Nach der Rückkehr aus Oświęcim (dt.: Auschwitz) stand ein Kunst-Workshop unter dem Titel „Was nehme ich mit – was lasse ich da?“ auf dem Programm, in dem die Eindrücke aus der Gedenkstätte in Bildern oder Texten verarbeitet werden konnten. Hier folgen zwei Beispiele:

Eindrücke von Auschwitz

Jeder denkt, er weiß, was dort passiert ist, doch eigentlich hat keiner genug Vorstellungskraft, um sich vorzustellen, in welcher Größenordnung und Grausamkeit das dort stattgefunden hat. Als wir in Auschwitz I durch die Blöcke gegangen sind, hat man sich schon total bedrückt gefühlt durch die dicken Mauern und hohen Zäune. Sehr berührend war vor allem die Ausstellung in Block 27. Dort war ein Raum komplett dunkel und da sah man dann verschiedene Videos von Juden, wie sie vor der Deportierung gelebt haben, fröhlich waren, gelacht und auch gearbeitet haben. Und jeder wusste, wie grausam diese Menschen ermordet wurden. In einem weiteren Raum waren die Namen von vier der insgesamt sechs Millionen unter den Nazis getöteten Juden aufgeschrieben. Auch dass zum Teil unsere Nachnamen dabei waren, hat noch einmal schmerzlich gezeigt, wie sehr das auch die Vergangenheit von uns ist.
Als wir dann in Auschwitz-Birkenau durch das bekannte Tor über die „Todesrampe“ gingen, war ich geschockt, wie riesig dieses Gelände wirklich ist. Holzbaracken mit Schlamm als Boden und Betten, in denen heute höchstens zwei Leute schlafen würden, damals aber 16 Frauen oder Männer schlafen mussten. Vor allem beim Denkmal im ehemaligen Vernichtungslager und bei den Ruinen der Gaskammern II und III war ich sehr bedrückt, denn man stand ja eigentlich auf dem Grab hunderttausender unschuldiger Personen. Die gesamte Stimmung war sehr bedrückt, sodass man kaum zu reden wagte. Und trotzdem empfand ich auch ein wenig Feierlichkeit gegenüber den Toten, dass man ihnen zu Ehren dort hingeht und dass so etwas nie wieder geschehen soll.
Text von Julia Konst, 9a


Ein nach dem Besuch von Auschwitz im Kunstworkshop entstandenes Bild von Malin Hormann, 9 c
Ein nach dem Besuch von Auschwitz im Kunstworkshop entstandenes Bild von Malin Hormann, 9 c
 
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