C. Leistungen des Faches - St.Josef-Gymnasium Bocholt - das Kapu

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C. Leistungen des Faches:

1. Latein – schärft das Bewusstsein!

In immer stärker werdendem Maße geht es darum, sprachliche Manipulationen in den Medien und im gesellschaftlichen Umgang zu erkennen, ihre Strategie aufzudecken und sich gegebenenfalls gegen sie zu schützen. Latein vermittelt die Technik der Sprache (erklärt, wie Sprache funktioniert) und ermöglicht den so wichtigen Blick hinter die Dinge.

2. Wir lernen Deutsch in Latein!
Es besteht ein Widerspruch zwischen der Notwendigkeit sprachlicher Fertigkeiten im Bereich der alltäglichen Kommunikation – schriftlich wie mündlich – und einer Realität, die diesem Anspruch immer weniger gerecht wird. Die im Lateinunterricht vorherrschende Methode des Sprachvergleichs (Texterschließung, Übersetzung, Interpretation) sichert den Lernfortschritt – Tag für Tag.

3. Latein – schafft gleiche Lernvoraussetzungen!

Durch den zunehmend differenzierten Gebrauch der Muttersprache und die Verfeinerung der Ausdrucksmöglichkeiten werden vorhandene Defizite in der Beherrschung der deutschen Sprache ausgeglichen. Der Lateinunterricht verfolgt
damit ein vorrangiges Ziel einer demokratischen Gesellschaft: zur Mündigkeit eines Staatsbürgers beizutragen.

4. Latein – verschafft den Durchblick!
Der Lateinunterricht bietet eine wertvolle Hilfe für das Ableiten von Fremdwörtern und das Erlernen moderner Fremdsprachen, die ihre gemeinsamen Wurzeln in der lateinischen Sprache haben: Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch und Französisch. Auch Englisch steht in enger Beziehung zur Sprache der Römer: ca. 60 % des englischen Wortschatzes lassen sich von ihr ableiten. Doch nicht nur der lateinische Wortschatz ist hilfreich, Latein ist vor allem ein „grammatisches Rückgrat“ für andere Sprache. Indem im Lateinunterricht gezeigt wird, wie Sprache funktioniert, ist Latein gewissermaßen ein „Modell von Sprache“ überhaupt.

5. Liebe zum Detail – Bei uns kommen auch die Kleinigkeiten zu ihrem Recht!

Die heutige Zeit schafft ein Überangebot an Eindrücken und Einflüssen, das für einen jungen Menschen kaum noch überschaubar ist. Die Folge ist eine zunehmende Oberflächlichkeit gegenüber den alltäglichen Anforderungen unserer Leistungs-gesellschaft und nicht zuletzt auch im menschlichen Miteinander. Die in einem modernen Lateinunterricht praktizierten Methoden wirken dem entgegen, da sie den Blick auf die Details öffnen und auch verlangen.

6. Kultur: Latein und Europa gehören zusammen!
Golgotha – Akropolis – Kapitol!
An diesen drei Hügeln, die das Christentum sowie die griechische und römische Kultur symbolisieren, hat sich das Abendland in den vergangenen 2000 Jahren orientiert. Die lateinische Sprache hat dafür Sorge getragen, dass diese Tradition bewahrt und weitergegeben wurde. Im Lateinunterricht kann man erkennen, woher wir Europäer kommen und was uns bis heute verbindet.
Latein ist die Mutter vieler europäische Sprachen. In fast allen europäischen Staaten ist das römische Recht Grundlage für Rechtsordnungen. Europäische Schriftsteller und Künstler nehmen bis in unsere Zeit immer wieder antike Formen, Stoffe und Motive auf und gestalten sie neu. Auch die Stadt Bocholt fühlt sich dem europäischen Gedanken verpflichtet. Dies wird u.a. deutlich in der Beteiligung an dem grenzüberschreitenden Projekt der „euregio“ (lat.: Gegend Europas).

7. Lateinunterricht – eine Zeitreise!

Wir treten in Kontakt zu den Menschen einer 2000 Jahre alten Welt, indem wir Latein, ihre Sprache, lernen. In vielfältiger Weise nehmen wir teil an ihrem Leben:
  • Was haben die Menschen gedacht?
  • Welche Gefühle hatten sie?
  • Was war ihnen wichtig?
  • Wie haben sie ihren Alltag bewältigt?
  • In welchem Staat lebten sie?
  • Wie regelten sie ihr Zusammenleben?
  • Woran haben sie geglaubt?
  • Was hat ihnen Spaß gemacht?
  • Worunter haben sie gelitten?

Der Lateinunterricht erschließt die Antike und das, was sie für spätere Zeiten (unsere eingeschlossen!) bewirkt hat. Wie man sieht, kann man sich dabei mit einer Fülle von ganz verschiedenen Themen beschäftigen.
Die lateinischen Schriftsteller aus Antike, Mittelalter und Neuzeit bieten eine große Auswahl an interessanten Stoffen. Aber auch der Blick in die Alltagswelt der „alten“ Römer ist spannend: wie ein Altersgenosse vor 2000 Jahren die Schule erlebt hat, was man anhatte und aß, wie man seine Freizeit verbrachte.
Das und viele andere Dinge mehr erfährt man aus erster Hand!

8. Wir gehen nach Rom – und zwar sowohl in die Hauptstadt des römischen Reiches als auch zu ihren Ablegern im römischen Germanien!

Durch die geographische Lage Bocholts sind die Römer uns so nahe, dass wir die Zeit der Antike hautnah erleben können. Daher bietet sich an unserer Schule die Möglichkeit an Exkursionen teilzunehmen, z. B.
  • Tagesausflug zum archäologischen Park Xanten (APX)
  • Studienfahrt Rom/Italien

9. Latein – lernen macht Spaß!
Heute lernen wir abwechslungsreich Latein: ob im normalen Klassenunterricht, ob zu zweit, in der Gruppe oder spielerisch – die Arbeitsweise ist vielseitig. Moderne Lehr-bücher bieten zahlreiche Anregungen und Vorschläge. Latein ist fester Bestandteil des schuleigenen Lern- und Förderkonzepts für die Jahrgangsstufen 5 und 6 (SegeLn & Fördern). Spannende und interessante Jugendbücher stehen zur Verfügung und machen Lust, sich auf Entdeckungsreisen ins antike Rom zu begeben. Auch neue Computerprogramme und das Internet stehen hilfreich zur Seite.

10. Latein – kann man gebrauchen!

Was bedeutet Latinum?
  • Das Latinum ist ein bundeseinheitlich anerkannter Abschluss. Er umfasst den Erwerb von Kenntnissen in der lateinischen Sprache bis zur Fähigkeit, Originaltexte von Autoren wie Cicero, Sallust oder Ovid in treffendes Deutsch zu übersetzen.
Wie bekommt man das Latinum?
  • Das Latinum kann im Rahmen des Lateinunterrichts erworben werden. Das ist am einfachsten.
  • Die Schülerinnen und Schüler erwerben das Latinum bei mindestens ausreichenden Leistungen mit dem Abschluss der Klasse 10.
  • Wer das Latinum nicht an der Schule erworben hat, kann es nachträglich in Kursen an Hochschulen oder vergleichbaren Einrichtungen mit einer Ergänzungsprüfung bekommen. Das ist aber eine erhebliche Zusatzbelastung für das Fachstudium.
Wofür braucht man das Latinum?
  • Das Latinum ist an vielen Universitäten und Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland Voraussetzung für das Studium bestimmter Fächer wie Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Latein, Griechisch, Geschichte, Theologie, Philosophie und Archäologie. Von großem Nutzen sind Lateinkenntnisse auch für Fächer wie Jura, Medizin und Biologie. In vielen Fächern benötigt man das Latinum im Rahmen der Bachelor- und Masterstudiengänge sowie für die Promotion. Genauere Angaben findet man in der Jahresausgabe von „Studien- und Berufswahl“, die von der Bundesanstalt für Arbeit herausgegeben wird.

 
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