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Bocholter-Borkener Volksblatt, 20.02.2017 | Regionalwettbewerb in Marl

Bocholter Schüler bei „Jugend forscht“ erfolgreich

Bocholt/Marl - Drei Schüler des St.-Josef-Gymnasiums, Julia Scholten, Alexander Böing und Julius Lübberdink, haben beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ einen zweiten Platz belegt. Über 100 Schüler hatten an dem Wettbewerb in Marl teilgenommen. Das Kapu war zum vierten Mal dabei.

Julia Scholten gewann zudem den Umweltpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Außerdem erhielt Lehrer Friedhelm Furtmann den Sonderpreis für engagierte Talentförderer. Über 100 Schüler hatten an dem Regionalwettbewerb in Marl teilgenommen. Sie kamen aus Bocholt, Marl, Schermbeck, Coesfeld, Datteln, Herne, Bochum, Lüdinghausen und Köln.

Julia Scholten untersuchte, warum die Milch auf den Halligen salzig schmeckt. Dazu bestimmte sie die Chloridionenkonzentration in Salzpflanzen. „Salzwiesen sind vielleicht einigen Menschen als ökologischer Lebensraum an Küsten bekannt, aber die Einzigartigkeit dieser Pflanzen- und Tierwelt wird oft übersehen“, berichtet Scholten in der Projektbeschreibung. Ihr Ziel war es, die dort beheimateten Pflanzen zu analysieren, „da sie unter extremen Bedingungen, allen voran dem Salzstress, leben müssen, was für die meisten Pflanzen den sofortigen Tod bedeuten würde“, so Scholten weiter. Es müsse also Mechanismen zur Salzregulation und Toleranz geben.
Die Schülerin fuhr für ihr Projekt an die Nordsee, um Proben zu entnehmen. „Die Messergebnisse ließen schließlich präzise Rückschlüsse auf Standort und spezielle Anpassungsmechanismen der Pflanzenarten zu“, teilt sie weiter mit.

Alexander Böing beschäftigte sich mit der Frage, inwiefern der Salzgehalt der Emscher durch die Einleitung von Grubenwasser beeinflusst wird. Dazu hatte er beim Landesumweltamt die fünf Einleitungsstellen der Zechen erfragt. Der Schüler nahm dann vor und nach der Einleitung Proben, ebenso am Mündungsbereich der Emscher in den Rhein. Böings Fazit lautet: In drei von fünf Fällen sei der Salzgehalt der Emscher durch das Grubenwasser erkennbar beeinflusst worden.

„Die Lippe als salzige Gefahr für den Rhein?“ lautete der Titel von Julius Lübberdinks Projekt. Sein Ziel war es, die mitgeführte Chloridfracht der Lippe in den Rhein zu bestimmen. Außerdem wollte er wissen, wie schnell das Rheinwasser durchmischt wird. „Die Messungen haben ergeben, dass die Chloridfracht der Lippe mehr als doppelt so hoch, wie die des Rheins ist“, teilt Lübberdink mit. Dadurch würden die Chloridionen langsam verteilt. An verschiedenen Stellen der beiden Flüsse nahm Lübberdink Proben, um herauszufinden, wann die Verteilung fortgeschritten ist. Das Ergebnis: Noch circa neun Kilometer hinter der Mündung sei anhand der Chloridionenkonzentration ein Unterschied am links- und rechtsrheinischen Ufer zu erkennen und die gleichwertige Verteilung noch nicht abgeschlossen.

Chemieprojektkurs am Kapu
Die Schüler des Kapu, die an dem Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Marl teilgenommen haben, sind Mitglieder eines Chemieprojektkurses, teilt Lehrer Friedhelm Furtmann mit. Er betreut die Schüler. Sie hatten ein Jahr lang zusätzlich zu ihrem regulären Chemieunterricht noch zwei weitere Stunden. In die Gruppe gehört nach Angaben auch Lars Hebing. Er hatte bereits im vergangenen Jahr beim Regionalwettbewerb in Marl einen zweiten Platz gemacht.

Autor: Daniela Hartmann
URL: http://www.bbv-net.de/lokales/bocholt_artikel,-Bocholter-Schueler-bei-%E2%80%9EJugend-forscht%E2%80%9C-erfolgreich-_arid,687249.html
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