Erfahrungen - St.Josef-Gymnasium Bocholt - das Kapu

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

UNTERRICHT > Compassion

Auszüge aus den Erfahrungsberichten

Allein in diesen 3 Wochen habe ich Kinder kennen gelernt, die erst einige Tage auf den Hof kamen und sich so zurückzogen, dass sie praktisch unsichtbar waren. Sobald man aber auf diese Kinder zugegangen ist und mit ihnen nach und nach ein Gespräch aufbauen konnte, hatte man die Möglichkeit, die Kinder viel mehr zu integrieren und ihnen noch viele Dinge aus dem Leben verständlich zu machen. Es ist ein sehr schönes Gefühl, diese Kinder dann nach nicht einmal 2 Wochen so voller Lebensfreude und Energie zu sehen, nur weil man ihnen den ersten Schritt etwas erleichtert hat.

(Annika Meyermann; Praktikantin auf der „Jugendfarm „Mit Dir“, Biemenhorst, Juni 2009)

Ich freute mich sehr darüber, dass die Erzieher/innen mir Vertrauen entgegen brachten und ich bereits in der 2. Woche meines Praktikums kleinere Angebote für die Kinder leiten durfte. Z.B durfte ich mit ihnen Indianerstirnbänder basteln und Feuerwehrbilder gestalten.
Während meines Praktikums bin ich selbstständiger geworden, denn ich musste auf fremde Menschen zu gehen, um zu erfahren was ich machen soll und dann sollte ich viele Aufgaben erfüllen, die mir noch nicht vertraut waren.
Aber im Kindergarten spielt man nicht nur mit Kindern, sondern muss auch andere Aufgaben erfüllen. Meine Aufgabe war es z.B. den Gruppenraum zu fegen und die Becher zu spülen. Man sollte auch selber sehen, wo Arbeiten anfallen und einfach mal Stifte oder Spiele aufräumen.
Ich merkte während meines Praktikums, dass es einen großen Unterschied zwischen dem normalen Schulalltag und dem Berufsleben gibt. Ich hatte weniger Freizeit und war recht erschöpft.
Ich würde jedem empfehlen ein Praktikum in einer Kindertageseinrichtung zu absolvieren, da ich der Meinung bin, dass es sehr wichtig und schön ist, den Kindern zu helfen und ihnen Dinge beizubringen, damit sie einen guten Start ins Leben haben.

(Carina Krebs, Praktikantin in einem Kindergarten, Juni 2009)

Meine hauptsächlichen Ziele waren, zu sehen wie die Kinder neue Dinge aufnehmen und lernen, und auch herauszufinden, wie ich ihnen selbst etwas verständlich machen kann. Ich fand es interessant, mich auf jeden Schüler mit seinen persönlichen Stärken und Schwächen neu einzustellen. Ich wollte gerne einen Einblick in die Verhaltens- und Denkweisen der Grundschüler bekommen und mit meinen eigenen Grundschulerfahrungen vergleichen. Natürlich hat mir das Praktikum geholfen zu lernen, Konflikte und Streitereien besser zu lösen.

(Mona Ehlen, Praktikantin in einer Grundschule, Juni 2009)

Es hat mir alles sehr viel Spaß gemacht und ich fand es auch schön wie offen alle waren und mich umarmt haben auch wenn sie mich fast gar nicht kannten. Vorher hab ich gedacht, dass ich vielleicht nicht so gut mit den behinderten Kindern umgehen kann, aber das war überhaupt kein Problem. Manche Kinder aus meiner Klasse wollten mich nach den drei Wochen gar nicht mehr gehen lassen und ich wäre auch am liebsten noch geblieben. Die ganzen drei Wochen waren für mich eine positive und schöne Zeit. Meine Sicht zu behinderten Menschen hat sich sicherlich verändert und ich könnte mir wirklich vorstellen später bei meiner Arbeit mit behinderten Menschen zu tun zu haben. Das ist für mich vor dem Praktikum eigentlich gar nicht in Frage gekommen. Nicht weil ich was gegen behinderte Menschen gehabt hätte, aber es hat mich vorher nicht interessiert.
(Annike von Mulert, Praktikantin in einer Förderschule, Juni 2009)

Hat sich durch diese Zeit deine Sicht eines geistig behinderten Menschen verändert?

Auf jeden Fall! Ich habe auch nach einigen wenigen Tagen schon gemerkt, dass ich auf das Wort „behindert“ als Schimpfwort verwendet allergisch reagiere. Das ist überhaupt keine Beleidigung! Behinderte Menschen sind viele genauso cool wie viele nicht behinderte auch. Es ist unfassbar, dass so viele Menschen dieses Wort als Schimpfwort gebrauchen, nur weil es als Schimpfwort bekannt ist.
Ich hatte am Anfang gedacht, dass Behinderte ganz interessant sein können – jetzt weiß ich, dass man wirklich etwas versäumt, wenn man sich nicht traut, mit ihnen in Kontakt zu gehen. Man lernt schnell mit ihnen umzugehen, obwohl ein anfängliches Zögern selbstverständlich und ganz natürlich ist. Aber man kann und darf sie nicht alle einfach in die Schublade „Behinderte“ stecken. Sie sind alle individuell, unterschiedlich, besonders, genau wie alle anderen Menschen auch. Man lernt sie zu lieben und zu vermissen, und dass sie nun anders sind as andere Menschen – was macht das eigentlich aus? Nicht alle Menschen sind gleich, Gott sei Dank.
Ich denke …, dass dieses Praktikum weit wichtiger für mich war, als ein berufsorientiertes Praktikum gewesen wäre. Es hat mich eher auf menschliche Art weitergebildet und ich finde es wichtig, dass viele Menschen diese Erfahrungen mit Behinderten machen, die ich gemacht habe. Es wäre schön, wenn eines Tages niemand mehr etwas gegen sie sagen könnte, ohne dass irgendjemand den Mund aufmacht und ihn darauf hinweist, was für einen Fehler er da in seiner Überheblichkeit begeht.
Es war wirklich schade, dass das Praktikum nach drei Wochen schon vorbei war. Ich hatte mich gerade erst richtig eingefunden und hätte gerne noch einmal so viel Zeit gehabt. Letztendlich bleibt mir nur noch übrig zu sagen, dass ich es wirklich ein gelungenes Praktikum fand und ich die Schule und meine kleinen Schüler mit absoluter Sicherheit eines Tages noch einmal besuchen werde.

(Mona Theyssen, Praktikantin an einer Förderschule, Juni 2009)

Während des Praktikums habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder (fast) nie nachtragend sind und nach einem Streit und folgender Entschuldigung friedlich miteinander weiterspielen, und dass Kinder schnell zutraulich werden und auch schmusen wollen.
Allerdings muss ich sagen, dass mir das soziale Praktikum leider nicht so viel gebracht hat, weil ich selbst 3 Geschwister habe und so die meisten „Sachen“ schon kannte. Eine andere Stelle konnte ich mir allerdings auch nicht suchen, weil mir schlecht wird, wenn ich Wunden sehe (Krankenhaus), ich mir nicht sicher bin, ob ich die Arbeit im Altenheim psychisch gut verkraftet hätte und mich die Arbeit mit Behinderten, so hart es klingt, nicht interessiert.
Deswegen hätte ich es sehr begrüßt, wenn man die Wahl zwischen einem sozialen und einem Berufspraktikum gehabt hätte.

(Hannah Bussen, Praktikantin in einem Kindergarten, Juni 2009)

Während des Praktikums hatte ich vor allem in der ersten Woche Schwierigkeiten zu bewältigen, aufgrund der Tatsache, dass ich mich mit der Pflege nicht wirklich anfreunden konnte. […]
Während der letzten zwei Wochen habe ich eine Menge an positiven Erfahrungen gesammelt, da mir die Arbeit in der Küche Spaß gemacht hat und ich mich mit den Leuten dort auch gut verstanden habe. Außerdem habe ich von allen dort auch eine positive Rückmeldung über meine Arbeit dort bekommen. […]
Durch die Zeit im Altenheim hat sich meine Sicht auf das Altsein oder das Jungsein nicht wirklich verändert. Allerdings habe ich durch die Erfahrung, dass viele der Menschen dort schwerst pflegebedürftig sind und für eigentlich alles, was sie tun Hilfe benötigen, gemerkt, dass es für mich grauenhaft wäre, selbst in der Situation zu sein nicht mehr selbst über mein Leben bestimmen zu können […] und darauf zu warten zu sterben.

(Judith Bönnighausen, Praktikantin in einem Seniorenwohnheim, Juni 2009)

 
Suchen
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü