Austausch mit Antony - St.Josef-Gymnasium Bocholt - das Kapu

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33 Jahre Austausch Bocholt - Antony

Bürgermeisterin Kroesen empfängt Schülergruppe - Umfangreiches Programm

Am Donnerstag, 10. November 2016, empfing Bocholts erste stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Kroesen eine Schülergruppe des Institut Sainte Marie aus dem französischen Antony.
Die Schülerinnen und Schüler sind im Rahmen des Schüleraustausches mit dem Bischöflichen St.-Josef-Gymnasium noch bis Samstag zu Gast in Bocholt. Der Austausch mit dem Institut Sainte Marie in Antony besteht seit 33 Jahren. Die Partnerschule in der Trägerschaft des Marianistenordens liegt ca. acht Kilometer südlich von Paris.

Jährlicher Austausch
Der Austausch findet jährlich jeweils eine Woche in Antony/Paris und Bocholt statt. Während des Aufenthaltes wird den Schülerinnen und Schülern ein umfangreiches Programm geboten. In diesem Jahr ging es für die Gäste aus Frankreich schon zum Gasometer nach Oberhausen und in den Landschaftspark Duisburg. Ein weiteres Highlight war der Besuch des Martinzugs am vergangenen Dienstag. Elisabeth Kroesen versorgte die Gäste mit wissenswerten Fakten rund um Bocholt und bedankte sich bei allen Mitwirkenden, die einen solchen Austausch möglich machen.

Quelle: Pressemeldung der Stadt Bocholt am 10. November 2016 (http://www.presse-service.de/data.cfm/static/948024.html)
    
100 Jahre Kapu - 30. Austausch mit der Institution Sainte Marie d'Antony

Jeden Tag lernen wir Dinge, von denen wir keine Ahnung hatten. Reisen bildet wirklich sehr.
Voltaire (aus der Korrespondenz mit seinem Austauschpartner, Friedrich dem Großen)

Website Sainte Marie: http://www.saintemarieantony.fr/

Im Jahre 2012 feiert die Gemeinde des St.-Josef-Gymnasiums das 100-jährige Jubiläum der Schule, im Schuljahr 2012/2013 findet der 30. Austausch zwischen dem St.-Josef-Gymnasium Bocholt und der "Institution Sainte Marie d'Antony" bei Paris statt.

Die Kapuschüler und -lehrer der Gründerjahre unserer Schule, aber auch ihre Zeitgenossen in Frankreich werden sich damals zumeist nicht haben vorstellen können, dass zwischen deutschen und französischen Schulen jemals intensive und langlebige Freundschaften entstehen könnten. Zu sehr waren bis dahin und auch in der Folgezeit (bis ca 1950) die Bilder, die Deutsche und Franzosen voneinander in den Köpfen hatten, durch die geschichtlichen Ereignisse geprägt, die in der Regel unter dem Stichwort der "Erbfeindschaft" subsumiert werden.

Dies änderte sich grundlegend durch die Annäherungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich in der Nachkriegszeit, die 1963 zum Freundschaftsvertrag zwischen beiden Ländern führte. Aus "Erbfeinden" werden Freunde - zunächst sicher aus rein politisch - pragmatischen Gründen, dann aber doch mehr und mehr von den Menschen selbst akzeptiert und mit Leben erfüllt.

1982 fand der erste Austausch zwischen unserer Schule und den französischen Partnern statt. Die Institution Sainte Marie ist eine Schule in der Trägerschaft des Marianistenordens und befindet sich in der ca 65 000 Einwohner zählenden Stadt Antony, etwa 10 Km vom Pariser Stadtzentrum entfernt. In ihr werden Schüler von der Primarstufe (école) über die Sekundarstufe 1 (collège) bis zum Abitur als Abschluss (des Lycée) unterrichtet. Darüber hinaus gibt es einige "classes préparatoires", in denen Studentinnen und Studenten auf die Aufnahmeprüfungen an den französischen Eliteschulen (Grandes Écoles) vorbereitet werden. Der Einzugsbereich der Schule erstreckt sich über nahezu alle der südlichen Vororte der französischen Hauptstadt. Nicht zuletzt ist es natürlich vor allem auch die Nähe zu Paris, die den Austausch mit Sainte Marie für die Kapuschüler so attraktiv hat werden lassen.

Im Laufe der Zeit ist die Partnerschaft zwischen unseren Schulen für beide zu einer festen Einrichtung geworden. Nach 30 Jahren können wir eine Bilanz ziehen, auf die wir zu Recht ein wenig stolz sein dürfen: weit mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler der Partnerschulen haben sich inzwischen wechselseitig für jeweils eine Woche besuchen und kennen- und schätzenlernen können. In den letzten Jahren bemühen wir uns auf beiden Seiten recht erfolgreich, die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und auszubauen: seit 2008 nutzen wir das Programme Brigitte Sauzay, das bisher 16 deutschen und französischen Schülerinnen und Schülern unserer Schulen ermöglicht hat, für 3 Monate am Unterricht der Partnerschule teilzunehmen und in den Gastfamilien ihrer Partner deren Lebensweise kennen zu lernen. Diese beiden Austauschangebote gibt es für die Jahrgangsstufe 10 am Kapu sowie für die "seconde" in Sainte Marie. Darüber hinaus haben einige kulturelle Besuche und Gegenbesuche stattgefunden: der Da-Capu-Chor hat eine Konzertreise zu unserer Partnerschule durchgeführt und dort ein erfolgreiches Konzert gegeben, die Jokers haben in Antony bereits zweimal ihre jugendlichen Zuschauer mit ihrem Können begeistert. Im Jahre 2008 hat der Kindergospelchor "Amazing Grace" von Sainte Marie in Bocholt und Rhede mehrere Konzerte aufgeführt, und nicht zuletzt werden sich viele noch an die wundervollen Konzerte der Maîtrise d'Antony, des Hauptchores unserer Partnerschule, im Frühjahr 2012 anlässlich unseres Schuljubiläums erinnern. Auch können wir hervorragend gemeinsam feiern, was wir an beiden Schulen zum 25-jährigen Austauschjubiläum ausgiebig getan haben.

All diese Aktivitäten ziehen viele und enorm weite Kreise: während bei den direkten Austauschen vor allem die betroffenen Familien wechselseitig engagiert sind, müssen bei den zusätzlichen Besuchen der Chöre oder der Jokers wesentlich mehr Familien angesprochen werden. So mussten etwa beim diesjährigen Besuch der Maîtrise im Frühjahr 64 Sängerinnen und Sänger bei deutschen Familien untergebracht werden. Es ist immer wieder erfreulich, dass dies ohne weiteres möglich ist, ja, dass die meisten Familien mit größter Begeisterung und starkem Egagement bei der Sache sind, selbst wenn die sprachlichen Möglichkeiten zur Verständigung nicht oder nur sehr dürftig vorhanden sind. Dann geht das eben mit Händen und Füßen, und das klappt dann auch! Dies gilt für die deutschen wie für die französischen Gastfamilien. Darüber hinaus findet der Austausch bis heute ebenfalls große Zustimmung und Unterstützung in den beiden Lehrerkollegien sowie bei den jeweiligen Schulleitungen. Allen Beteiligten dafür ein herzliches Dankeschön!

Für die Zukunft wünschen wir dem Austausch zwischen der "Institution Sainte Marie d'Antony" und dem St.-Josef-Gymnasium weiterhin Menschen, die offen, mit großer Bereitwilligkeit und mit starkem Engagement die gemeinsame Sache auf beiden Seiten vorantreiben! Die letzten Jahre geben jedenfalls allen Anlass, optimistisch in die Zukunft zu blicken!

Rosemarie Gumz (Sainte Marie) und Ulrich Rickert (St.-Josef-Gymnasium)
Bei der Stadtführung im Jardin du Luxembourg
Am Trocadéro
Grundsätzliches zum Austausch
    Der Schüleraustausch
    St.-Josef-Gymnasium und Institution Sainte Marie d’Antony

    Seit mehr als 30 Jahren organisiert das Kapu mit seiner französischen Partnerschule Sainte Marie in Antony / Paris alljährlich einen intensiven Schüleraustausch. Das Angebot richtet sich dabei an die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 10 (Kapu), bzw. der Seconde (Sainte Marie); SchülerInnen mit dem Unterrichtsfach Französisch werden dabei bevorzugt. Es handelt sich in jedem Fall um wechselseitige Austausche. In der Regel werden zwei verschiedene Möglichkeiten angeboten:

    1. Einwöchiger Austausch St.-Josef-Gymnasium – Institution Sainte Marie d’Antony

    Dieser Austausch besteht aus zwei einwöchigen Schülerbegegnungen. Der Besuch der Franzosen in Bocholt findet im Herbst (Oktober) statt; im Frühjahr fahren dann die deutschen SchülerInnen nach Antony. Die Unterbringung erfolgt in den Gastfamilien. Feste Programmpunkte haben sich im Laufe der Zeit herausgebildet und bewährt: Teilnahme am Unterricht in der Partnerschule, Exkursionen ( in Deutschland: z. B. Besuch der Altstadt in Münster; Zeche Zollverein in Essen; Radtour diesseits und jenseits der Grünen Grenze mit deutsch-niederländischen Projekten in Dinxperlo / Suderwick; in Frankreich: Stadtrundgänge in Paris, Besichtigung bekannter Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, Fahrt mit den Bâteaux-Mouches auf der Seine, Besuch in der Assemblée Nationale / im Senat, Ausflug in die Umgebung von Paris, z. B. nach Versailles, La Défense, Senlis), Schulführung, Vortrag über das deutsche bzw. französische Schulsystem, "soirée franco-allemande", offizieller Empfang im Rathaus von Antony bzw. Bocholt.

    Die Höhe der Kosten für die Teilnahme an den deutsch-französischen Schülerbegegnungen in Bocholt und Antony liegen in der Regel zwischen € 160,-- und €190, -- (Reisekosten, Transportkosten in Deutschland und Frankreich, Führungen und Eintrittsgelder in Deutschland und Paris).

    2. Ein- bis dreimonatiger Austausch St.-Josef-Gymnasium - Institution Sainte Marie d’Antony

    In den letzten Jahren haben wir diesen Austausch in Orientierung an dem vom Deutsch-Französischen Jugendwerk angebotenen „Programme Brigitte Sauzay“ durchführt. Auf Wunsch unserer französischen Partner soll dieser Austausch allerdings etwas flexibler gehandhabt werden als dies beim „Programme Brigitte Sauzay“ möglich ist. Kürzere Aufenthalte etwa könnten auch leistungsschwächeren Schülern die Möglichkeit zur Teilnahme bieten; seit der Einführung von G 8 wird dies vielleicht auch den deutschen Schülern willkommen sein!

    Die deutschen Schüler können in der Regel bis zu drei Monaten in Frankreich verbringen. Die Aufenthaltsdauer kann jetzt allerdings auch auf acht, sechs oder vier Wochen begrenzt werden. Der Zeitpunkt und die Dauer des Austausches werden in Abstimmung mit den Schulleitungen und verantwortlichen Lehrern der beteiligten Schulen und den beteiligten Familien für die Zeit von September bis max. April des Folgejahres festgelegt. In der Regel beginnen die Franzosen mit dem Aufenthalt in den deutschen Familien.

    Während ihres Aufenthaltes besuchen die SchülerInnen mit ihren Partnern den Unterricht an der Partnerschule und erhalten am Ende des Aufenthaltes eine Schulbescheinigung über die Dauer ihres Aufenthaltes.

    Außer den Reisekosten nach Antony fallen hier keine weiteren Kosten an. Es sollte jedoch zu bedenken sein, dass hier wie da jede Gastfamilie ihrem Gast neben einer angemessenen Unterbringung und Verpflegung (keine Extrawürste) auch ein kleineres Besuchs- und Besichtigungsprogramm bieten wird.

    Mehr Infos zum Programme Brigitte Sauzay unter: http://www.dfjw.org/brigitte-sauzay-programm

     
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