Lernen Lernen - St.Josef-Gymnasium Bocholt - das Kapu

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SCHULLEBEN

Das Lernen lernen

Lernen

  • zentrale menschliche Tätigkeit (Grund: Instinktarmut, wenig vorprogrammierte Verhaltensweisen)

  • Erwerb von Verhaltensdispositionen (Bereiche: Handeln, Fühlen, Denken ...)

  • Prozess der Informationsverarbeitung:

ein Sachverhalt der äußeren Welt (Information) wird zu einem Bestandteil meiner inneren Welt (Wissen), und zwar durch Imitation, Konditionierung, kognitive Operationen (Assimilation, Akkomodation);
dabei müssen das Zusammenspiel und die Eigenart des menschlichen Speichersystems, Gedächtnis genannt, beachtet werden (vgl. Drei-Speicher-Modell nach Atkinson/Shiffrin)

  • "Lernen ist kein Kopiervorgang. Lernen ist deine allerindividuellste Operation.Noch individueller als die Liebe." (Heinz Foerster, Pädagogik 7/8, 1998.)


Lerntyp

  • individuelles Muster der Aufnahme, Speicherung und Wiedergabe von Informationen

  • Grundmuster bildet sich in den ersten Lebensjahren; Bausteine: genetische Komponenten, Umwelt, Eigenaktivität des Säuglings/Kleinkindes; Ergebnis:individuelle neuronale Vernetzung, Bevorzugung bestimmter Sinneskanäle.

Grundlegend sind in diesem Zusammenhang immer noch die Ausführungen von F. Vester (Denken, Lernen und Vergessen, Stuttgart 1997, erstmals 1978; Zsf S. 168-173).


  • Weitere Impulse:

  • "Gehirne sind selbstreferentiell geschlossene Systeme. Sie arbeiten alle nach strengen Regeln, die nicht verlassen werden können, aber in jedem entsteht ein anderes Muster." (Annette Scheunpflug, Pädagogik 2/2000, S. 51.)

  • "Das Gehirn kann 10 hoch 3000 Aktivitätsmuster bilden; das Universum enthält "nur" 10 hoch 80 Protonen." (ebd.)

  • "Jede Biene aus ein und demselben Bienenstock entwirft eine andere Karte vom Stock und seiner Umgebung. Obgleich sich alle mindmaps unterscheiden, findet doch jede Biene ihr Ziel. Oder findet sie vielleicht nur deshalb ihr Ziel?" (ebd.)


Lerntypentests

  • messen bzw. beobachten zentrale Elemente des Lernmusters wie bevorzugte Sinneswahrnehmung, bevorzugter kognitiver Stil

  • bieten grobe Raster zur Identifizierung des eigenen Lernstils

  • regen dazu an, das eigene Lernverhalten zu überprüfen und zu optimieren. Bei der Auswertung sollten das Drei-Speicher-Modell des Gedächtnisses vorgestellt und konkrete Vorsätze (vgl. Lernvertrag) gefasst werden.

  • Der Endres-Test "Mein Lernstern" umfasst sechs Untertests (a 15 Minuten). Hier wird die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses bei Nutzung verschiedener Eingangskanäle gemessen (Basis: Vester). Er ist einfach durchzuführen und kann schnell auf schulisches Lernen übertragen werden (Vokabeln, Formeln, Auswendiglernen, Üben, Wiederholen ...).

  • Die CD-Rom "Abenteuer Lernen" bietet 7 Tests, die die bevorzugte sinnliche Wahrnehmung messen. Darüber hinaus erfährt man etwas über die bevorzugte Art der Informationsaufnahme (ganzheitlich oder Einzelfakten), die bevorzugte Art der Informationsbewertung (sach- oder wertorientiert), die bevorzugte Lernmethode (logisch-analytisch, intuitiv, experimentell) sowie über die persönliche Orientierung (introvertiert oder extrovertiert). Grundlage für diese Aussagen sind die Tests und Antworten, die man nach Durchspielen einer Abenteuergeschichte zu geben hat. Die Auswertung betont, dass man die Ergebnisse mit seiner Selbsteinschätzung vergleichen solle und gibt konkrete Lerntipps. Ob man dieses Material in der 5 einsetzt, hängt von den Computererfahrungen der Kinder ab.

  • Die Psychologin und Lehrerin D. Markova (Wie Kinder lernen, Freiburg 1993) bietet einen Beobachtungsbogen, mit dessen Hilfe Eltern oder Lehrer das Verhalten von Kindern prüfen und einordnen können. Die Ergebnisse werden den 6 von ihr herausgefilterten Denkmustern zugeordnet. Die Denkmuster ergeben sich aus einer Kombination von drei Wahrnehmungskanälen (auditiv, visuell, kinästhetisch) mit den drei Bewusstseinsebenen (Unbewusstes, Unterbewusstes, Bewusstes). Die Denkmuster sind anschaulich erläutert, die Tipps für Lehrer diskussionswürdig. Vor allem wird das Verständnis für "schwierige" Schüler geweckt. Das Buch ist sicherlich auch interessant für einzelne Eltern bzw. für thematische Elternabende.

  • Als Ergänzung zum Endres-Test ist sicherlich auch die Übung von D. und C. Blickhan sinnvoll. Sie funktioniert wie eine Phantasiereise ("Stell dir vor, du hast Ferien und stehst an einem wunderschönen tropischen Strand ....). Mit ihr wird vor allem das Langzeitgedächtnis aktiviert, das ja ebenfalls nach Sinneskanälen abspeichert. Außerdem werden Entspannung, Konzentration und Imagination trainiert. Die Durchführbarkeit hängt von der Gruppe ab. Interessant wäre herauszufinden, ob die Ergebnisse des Endres-Testes und die dieser Übung Ähnlichkeiten aufweisen.


  • Offene Fragen:

  • Wie soll der Lerntypentest von Endres durchgeführt werden, mit der ganzen Klasse oder in (welchen) Untergruppen?

  • Wie kann man im Unterrichtsalltag darauf zurückgreifen?


Hausaufgaben-Training als Projekt des GK Pädagogik 11

1. Im Schuljahr 2000/2001 arbeiteten die 22 SchülerInnen des GK Pädagogik erstmals verantwortlich beim

Hausaufgaben-Training mit. So konnten die 44 (1. Halbjahr) bzw. 28 (2. Halbjahr) Schüler und Schülerinnen, die sich zum Hausaufgaben-Training angemeldet hatten, in 7 bzw. 5 Gruppen eingeteilt werden. Die Pädagogikschüler gestalteten die Einstiegsphae, beobachteten und halfen bei der Einzelarbeit und boten Anregungen für die Übungsphase. Diese Mitarbeit mussten sie dokumentieren und reflektieren.


2. Durch die Kleingruppenarbeit konnte das Hausaufgaben-Training intensiviert werden. Die wesentlichen Ziele

dieses Angebotes wurden erreicht (vgl. Fragebogen und Auswertung).


3. Die SchülerInnen des GK Pädagogik zeigten hohes Engagement und erwarben durch die Leitung der Kleingruppen

grundlegende Fähigkeiten wie Planungskompetenz, kommunikative Kompetenz, Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns (vgl. Auszüge aus Schülerarbeiten).


4. Die Verzahnung von Unterrichtsinhalten und praktischem Engagement kann als gelungen bezeichnet werden (vgl.

Überblick über die U-Reihen). Der gemeinsame Erfahrungshintergrund trug dazu bei, dass anschaulich und engagiert diskutiert wurde.


5. Für den zweiten Durchgang 2001/2002 ist zu prüfen, ob die schriftliche Reflexion die Klausur in der 11/I ersetzen

kann. Außerdem könnte die Materialsichtung kürzer ausfallen, damit das Thema "Gruppe" schneller und ausführlicher behandelt werden kann.


E. Lürken (12.3.01)

Hausaufgaben-Training

Das Angebot einer beaufsichtigten Hausaufgabenbetreuung in Kombination mit der Möglichkeit zum Mittagessen gehört seit langem zu den besonderen Angeboten unserer Schule. Seit 1999 haben wir dafür den Titel "Hausaufgaben-Training" gewählt. Es findet jeden Dienstag und Donnerstag von 13.30 - 15.00 Uhr statt. Vorher kann man gemeinsam zu Mittag essen. Die Schüler werden in Kleingruppen eingeteilt. SchülerInnen des GK Pädagogik der Jahrgangsstufe 11 sorgen dafür, dass die Teilnehmer konzentriert und sorgfältig arbeiten. Sie stellen auch Übungsmaterial bereit und helfen bei Schwierigkeiten. Diesen Modellversuch gibt es seit dem Schuljahr 200/2001. Erste Erfahrungen zeigen, dass diese Kombination beibehalten werden sollte.

Adressaten
Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6

Ziele
Die Schüler befähigen,

  • ihre Hausaufgaben vollständig und sorgfältig zu machen

  • ihre Hausaufgaben und die dafür vorgesehene Zeit sinnvoll einzuteilen

  • konzentriert alleine zu arbeiten

  • ihr Arbeitsverhalten eigenständig zu überprüfen

  • konstruktiv mit anderen zusammenzuarbeiten

  • regelmäßig zu üben

  • mit dem Druck, der von Klassenarbeiten ausgeht, sinnvoll umzugehen


Verlauf

  • "Warming up": Arbeitsplatz einrichten gemeinsam starten mit einer kurzen Besprechen, einem Spiel oder einer Phantasiereise

  • "Einzeltraining": anhand des Aufgabenjeftes Hausaufgaben und Zeit einteilen; Bearbeitung der Hausaufgaben

  • Training mit einem Lernpartner: Hausaufgaben vom Trainer nachsehen lassen und verbessern; gemeinsam üben (Vokabeln lernen, Arbeitsblätter bearbeiten ..)


Erwartungen

  • an die Schüler: Hausaufgabenheft führen, sich an die vereinbarten Spielregeln halten

  • an die Eltern: sich über Ziele und Methoden informieren, dem positiv gegenüberstehen, auch zu Hause entsprechend arbeiten lassen, Rückmeldungen geben


Aufgaben der Trainer

  • mit den Kindern die Spielregeln vereinbaren

  • die Anfangsphase gestalten

  • Übungen und Material für die Übungsphase bereitstellen

  • Hilfestellung und Kontrolle der Hausaufgaben


Kosten und Anmeldung

  • auf Anfrage


Verantwortlich: E. Lürken und E. Voß.

 
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