Modelust und Kleiderfrust - St.Josef-Gymnasium Bocholt - das Kapu

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Herding-Festival 2014  -  Presseworkshop

Reportage zum Thema:

Modelust und Kleiderfrust



Ist eigentlich die Farbe, der Style, oder das Material entscheidend, wenn man sich die neuesten Klamotten aussucht? Auf jeden Fall gibt es verschiedene Stoffe, teilweise tierische, teilweise pflanzliche, darunter auch Baumwolle. Die Schüler aus der Gruppe C haben heute,  im TextilWerk Bocholt, über Baumwolle und einige andere Stoffe viel gelernt; zum Beispiel, wie man sie herstellt, wie man sie unterscheiden kann und wofür man sie überhaupt benötigt.


Die Baumwollpflanze beispielsweise benötigt zum Wachsen anfangs ganz viel Wasser, und später nur noch viel Sonne. Daher wachsen diese Pflanzen eher in wärmeren Regionen rund um den Äquator. Nachdem die Baumwollpflanzen dann groß genug sind, werden sie geerntet. In ärmeren Ländern geschieht dies in mühsamer Handarbeit und in reicheren Ländern mit Hilfe von Maschinen.


In einem weiteren Arbeitsschritt werden Kerne und Baumwolle getrennt, aus der Baumwolle werden Fäden und aus den Kernen Öl hergestellt. Die Gruppenleiterin, Barbara Schulz, erklärte uns: „Wir versuchen den Schülerinnen und Schülern einerseits zu zeigen, wie Baumwolle überhaupt hergestellt wird, und andererseits wollen wir durch verschiedene Experimente die Unterschiede der Stoffe erläutern!“

Eines dieser Experimente war die sogenannte „Brennprobe“. Hierbei wurde der jeweilige Stofffaden kurz in die Flamme eines Teelichts gehalten. Der Geruch, der bei der Verbrennung entsteht, macht nun den Unterschied der Stoffe deutlich. Beispielsweise riecht Baumwolle nach der Verbrennung wie verbranntes Papier und Wolle nach verbrannten Haaren.
Rebecca und Gina erklärten uns noch: „Wir haben auch erfahren, wofür man Baumwolle unter anderem verwendet. Zum Beispiel steckt Baumwolle auch in Pflastern, Mullbinden, Autoreifen, Kerzendochten, Turnschuhen und 5-Euro-Scheinen!“
Natürlich braucht man Baumwolle auch für die Herstellung von Kleidung, wie zum Beispiel T-Shirts. Wie diese heute und damals gefärbt wurden, haben die Schüler ebenfalls erfahren!
Damals gab es zwar dieselben Natur-Färbemittel, aber dennoch war die Färbung etwas anders. Früher haben die Menschen mit den Naturmitteln und Urin gefärbt, was heute jedoch glücklicherweise nicht mehr der Fall ist. An Stelle des Urins wird nun mit Wasser gefärbt. Die natürlichen Färbemittel sind aber noch immer gleich. Drei dieser Mittel sind „Krappwurzel, Blauholzspäne und Brennnessel.“ Sie färben rot, blau und grün.
Wie so eine Färbung funktioniert und was die Unterschiede zwischen den Färbemethoden von damals und heute sind, schilderte uns die Leiterin dieses Experiments, Susanne Geuchen: „Hier wollen wir die alten Färbemethoden mit den neuen vergleichen. Die alten Methoden brauchen eigentlich nur länger, aber inzwischen wissen wir mehr über das Verhalten der Stoffe bei verschiedenen Färbermethoden! Wolle kann die Farbe beispielsweise viel besser aufnehmen, weil sie eine chemische Verbindung eingeht. Da dies bei Baumwolle nicht der Fall ist, werden bestimmte Stoffe mit in die Lösung gegeben, damit die Farbe besser aufgenommen wird. Ein solcher Stoff ist zum Beispiel „Alaun“. Insgesamt kann man die Stoffe aber nie in genau demselben Ton färben, da entweder der Stoff oder das Färbemittel anders sind!“
Alle Schüler durften verschiedene Färbemethoden testen und sich sogar ein T-Shirt selbst machen. Damit diese nicht so langweilig aussahen gab es einen Trick, um ein Muster einzufärben. Dazu mussten einfach nur Gummis an irgendwelchen Stellen an das T-Shirt gebunden werden. Nach der Färbung blieben an den abgebundenen Stellen weiße Kreise zurück. So konnten die Schüler ganz leicht ihr eigenes T-Shirt entwerfen!


17.06.2014, Merle & Elena

 
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